Ball im Savoy

Paul Abraham

#cool
#Operette

Musikalische Leitung: Jan Kučera
Inszenierung: Martin Čičvák
Chor und Orchester der Staatsoper

Achtung! Eines der berühmtesten Werke von Paul Abraham, dem König der europäischen Operette in den 1930er-Jahren, stürmt über die Bühne der Staatsoper wie ein Wirbelwind! Die turbulente Geschichte voller lustiger Konspirationen, Verwirrungen und Liebesfunken bietet ein Sammelsurium aus Jazz, ungarischem Csardas, Tango, Klezmer, klassischer Wiener Operette und revueartigen Kreationen à la Ginger Rogers und Fred Astaire. Am Dirigentenpult steht der hervorragende Jan Kučera, die Regie führt Martin Čičvák, und in der Titelrolle von Madeleine de Faublas sind zwei gefährlich schöne Sopranistinnen mit engelsgleicher Stimme zu hören: Vanda Šípová und Doubravka Součková.

Die Oper wird in tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Untertiteln aufgeführt.

Termine

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Do 06/04/2023
19.00
Staatsoper
Mi 12/04/2023
19.00
Staatsoper
Do 20/04/2023
19.00
Staatsoper
Sa 29/04/2023
19.00
Staatsoper
So 07/05/2023
19.00
Staatsoper
Sa 13/05/2023
19.00
Staatsoper
So 04/06/2023
17.00
Staatsoper
Sa 10/06/2023
19.00
Staatsoper
vorherige Aufführung nächste Aufführung

Musik von Paul Abraham (1892–1960)
Text von Alfred Grünwald (1884–1951) & Fritz Löhner-Beda (1883–1942)
Tschechische Übersetzung von Liedtexten und tschechische Dialogen: Vlasta Reittererová

Als der ungarische Komponist Paul Abraham im Jahre 1932 seinen Ball im Savoy komponierte, hatte er bereits zwei unsterbliche Operettenschlager in die Welt gesetzt: Viktoria und ihr Husar (1930) und Die Blume von Hawaii (1931). Damals lebte der sagenhaft reiche Komponist in seiner Rokoko-Villa in Berlin, hofiert von der Berliner High Society, im Wirbelwind ausgelassener Abende, und hat fieberhaft komponiert, dirigiert und Filmmusik geschrieben. Vielleicht bietet Ball im Savoy auch deshalb eine „crazy story“, voller humorvoller Verschwörungen, Verwirrungen und Liebesfunken, deren Haupthandlung von der untergrabenen Treue eines frisch verheirateten Paares getragen wird, das seine ein Jahr dauernden "Flitterwochen" genießt. Abraham ist es gelungen, aus den Inspirationen des europäischen Jazz, des ungarischen Csardas, des Tangos, der Klezmer-Musik und der klassischen Wiener Operette eine absolut unbeschwerte Welt zaubern, in der ein Hit einem anderen folgt: Toujours l’amour, Kangaroo, Wenn wir Türken küssen oder der Zungenbrecher Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh’n. Wie in jeder echten Operette, so mangelt es auch in Ball im Savoy nicht an hohen Sopranen oder effektvollen Liebesduetten, der Zuschauer findet auch musical- und revueartige Kreationen à la Ginger Rogers und Fred Astaire. Kurz gesagt, absolute Entspannung!

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Die Vorbereitungen für die Berliner Uraufführung am 23. Dezember 1932, waren von einem Team der bedeutendsten Theatermacher der Zeit – den Brüdern Alfred und Fritz Rotter – übernommen worden. In den Hauptrollen reüssierten die damaligen Stars Gitta Alpár, Herbert Ernst Groh, Oszkár Dénes und Rózsi Bársony. Für die festliche Premiere war das Berliner Große Schauspielhaus mit 3300 Sitzplätzen gewählt worden! Die Operette hatte „in einer glanzvollen Aufführung einen so stürmischen Erfolg, dass das Große Schauspielhaus für längere Zeit ausgesorgt haben wird,“ hat die Berliner Kritik nach der Premiere mit dem Lob nicht gespart. Der österreichische Musikkritiker Ernst Décsey hat Abraham den „Strawinsky der modernen Operette“ genannt.

Aufgrund der politischen Situation konnte der Triumph der Operette nicht lange anhalten. Nicht einmal einen Monat nach der Uraufführung wurde Adolf Hitler Reichskanzler und die Tage von Ball im Savoy und seiner Protagonisten waren gezählt. Die Darsteller Alpár, Bársony und Dénes, der Komponist Abraham und die Brüder Rotter waren jüdischer Herkunft. Am 2. April 1933 fand die letzte Vorstellung statt, Abraham musste Deutschland sofort verlassen. Beim Abschied von Berlin hat er geklagt: „In dieser Stadt wollte ich sterben. Warum muss ich fort? Nur, weil ich beschnitten bin?“

Das Paradoxe an dieser Zeit zeigt sich auch darin, dass Abrahams Diener an die dreihundert unveröffentlichte Kompositionen, die der Meister in seiner Berliner Villa zurückgelassen hatte, an minderwertige, meist Nazi-Komponisten verkauft hat. Abrahams „unerwünschte“ Musik lebte also in Nazi-Deutschland weiter. Ein kleiner Trost für einen Komponisten, der seinen Berliner Ruhm nie mehr erreicht hat und arm und psychisch krank gestorben ist. Die grausame Absurdität des Schicksals…

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Musikalische Leitung: Jan Kučera 
Inszenierung: Martin Čičvák
Bühnenbild: Hans Hoffer  
Kostüme: Georges Vafias  
Licht: Jan Dörner  
Choreografie: Laco Cmorej, Silvia Beláková 
Chorleiter: Adolf Melichar
Dramaturgie: Jitka Slavíková

Madeleine de Faublas: Vanda Šípová / Doubravka Součková
Marquis Aristide de Faublas, ihr Ehemann: Csaba Kotlár / Jiří Hájek 
Daisy Darlington allias José Pasodoble, Jazz-Komponistin: Lucie Hájková / Barbora Řeřichová 
Mustapha Bey, türkischer Botschafter: Tomáš Kořínek / Josef Moravec / Daniel Matoušek
Tangolita, Argentinische Tänzerin: Angela Nwagbo / Linda Fernandez 
Archibald, Diener von Aristide: Vladimír Kratina / Richard Haan
Célestin Formant, Rechtsanwalt: Marek Frňka / Jakub Svojanovský / Viktor Javořík

René: Petr Jeřábek / Marek Frňka
Inhaberin einer Schneiderei: Marek Frňka / Zbyněk Šporc
Kellner: Štěpán Piller / Petr Špinar
Bebé: Elena Trčková / Barbora Šampalíková
Paulette: Barbora Šampalíková / Kristýna Štarhová
Lilly: Alžběta Trembecká / Markéta Šandová

Frauencompany
Tereza Holubová, Aneta Kafková, Eliška Kenclová, Klára Kočárková, Anna Metlická, Karolína Pompelová, Barbora Šampalíková, Kristýna Štarhová, Klára Šútovská, Alžběta Trembecká, Markéta Šandová, Elena Trčková
 
Männercompany 
Štěpán Piller, Petr Jeřábek, Petr Špinar, Marek Frňka, Zbyněk Šporc, Žeňa Lisovik, David Mikula, Michal Soukup, Jan Adam, Daniel Rybnicki, Jakub Ressler, Marek Červinka

Orchester der Staatsoper
Chor der Staatsoper

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