Der ferne Klang


#Oper

Dirigent: Karl-Heinz Steffens
Regie: Timofej Kuljabin

Solisten:
Grete: Svetlana Aksenova
Fritz: Aleš Briscein

Orchester der Staatsoper
Chor der Staatsoper

Oper in der Originalfassung in deutscher Sprache mit tschechischen und englischen Untertiteln.

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Die Uraufführung der Oper Der ferne Klang am 18. 8. 1912 in Frankfurt a. M. hat den österreichischen Komponisten und Librettisten Franz Schreker an die Spitze der Musikavantgarde versetzt. Der Sohn eines aus Böhmen stammenden jüdischen k. u. k. Hofphotographen und einer österreichischen katholischen Aristokratin war über 30 Jahre hindurch eine prominente Persönlichkeit des Musiklebens, bis ihn der Nationalsozialismus als „entarteten Komponisten“ stigmatisierte und seine Musik von den Opern- und Konzertpodien verschwunden ist. Schreker hat über eine tschechische Erstaufführung seiner Oper Der ferne Klang mit dem Opernchef des Nationaltheaters, Karel Kovařovic, verhandelt, der den Plan jedoch aus unklaren Gründen aufgegeben hat. Das Werk hat dann der damalige Opernchef des Neuen deutschen Theaters, Alexander Zemlinsky, angenommen und es am 1. 5. 1920 mit Erfolg erstaufgeführt. So kehrt die mysteriöse Geschichte über etwas, das so nahe liegt, und trotzdem unerreichbar bleibt, jetzt, nach 101 Jahren, nach Prag zurück. 

Am Beginn der Oper verlässt der Komponist Fritz seine Geliebte Grete, weil er von seiner Sehnsucht nach einem vollkommenen „fernen Klang“, durch den er berühmt zu werden glaubt, besessen ist. Grete will zuerst den Tod wählen, doch ein mystisches Erlebnis im Wald wird sie retten. Nach zehn Jahren begegnen wir Grete als gefeierter Kurtisane in Venedig. Hier befindet sich auch Fritz und er verstößt sie abermals, als er ihren moralischen Untergang  erkannt hat. Nach weiteren fünf Jahren wohnt Grete der Premiere der Oper von Fritz bei und merkt, dass er den „fernen Klang“ noch immer sucht. Die beiden ehemaligen Geliebten begegnen sich und Fritz hört endlich seinen „Klang“. Doch es ist für beide bereits zu spät, Fritz stirbt in den Armen von Grete.

Regie: Timofej Kuljabin
Sczene: Oleg Golovko
Kostýmy: Vlada Pomirkovanaja
Licht Design: Taras Mikhalevskij

Grete: Svetlana Aksenova
Fritz: Aleš Briscein
Doppelte Grete: Kristýna Štarhová
Alter  Graumann / Graf: Daniel Scofield
Alter Graumann / Kellnerin: Veronika Hajnová
Alte Frau / Spanische Dame: Daria Rositckaia
Kneipenbesitzer/ Baron: Ivo Hrachovec
Schauspieler aus dem Frieden: Jiří Rajniš
Dr. Vigelius: Miloš Horák
Mizzi: Zuzana Ballánová
Mary: Tereza Štěpánková
Milli: Lenka Pavlovič
Rudolf: Jiří Hájek
Ritter / erster Chorsänger: Václav Sibera
zweiter Chorsänger: Pavel Borek / Alexander Laptěv
verdächtige Person: Jan Mária Hájek
Gondolier: Michael Skalický / Vladimír Müller
Fritz´s Geliebte: Kristina Kubová / Eliška Mourečková

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